Reset – der Start in einen neuen Lebensabschnitt – oder wer bin ich?

Vieles, wirklich vieles, aber eben nicht alles im Leben, ist zu jeder Zeit möglich. Das Leben, die Umstände spielen auch eine Rolle.
Manchmal, da steht man an einer Weiche und hat noch keine Ahnung wohin es gehen soll.

Ob eine Erkrankung, der sich wandelnde Arbeitsmarkt, ein Umzug, eine Trennung oder was auch immer für diesen Einschnitt im bisherigen Leben sorgt, Fakt ist, wir werden zur Veränderung gezwungen. Meist sind wird darüber gar nicht erfreut. Selbst wenn sich die Situation schon länger abgezeichnet hat, konnten wir kein zufriedenstellendes Ausstiegsszenario erarbeiten.
Trotzdem gut drauf sein, wäre eine unangemessene Reaktion. Zukunfsängste sind normal, entsprechen der Realität, sie wegzudrängen macht keinen Sinn, denn sie haben die Aufgabe uns in das Handeln zu bringen. Ein Handeln wird not-wendig, bringt die Wende.

Wie nach Katalog suchen wir im Arbeits- und im Privatleben die passenden Kandidaten und Kandidatinnen, ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, PartnerInnen und Wohnungen.
Algorithmen bestimmen hier, wie dort das Match. In Prozenten sieht man die Übereinstimmung, sieht man wer ins Profil passt und wer nicht.
Zu viel davon, zu wenig hiervon.
Dieses Vergleichen auf persönlicher Ebene – beruflich wie privat macht unrund und nicht glücklich.
Was jedoch macht mehr Sinn?

Besinne Dich auf das was DICH ausmacht, denn:
# Du bist nicht dein Job
# Du bist nicht dein Ansehen
# Du bist nicht dein Körper
# Du bist nicht deine Gesundheit,
# nicht deine Wünsche und Visionen
# Du bist nicht dein Finanz- oder Beziehungsstatus
# Du bist so viel mehr, wesentlich mehr als die Summe dieser Attribute.

Wenn Du all das nicht hast/ und auch nicht bist, was bist Du dann?
Was macht Dich aus?

Es allen Recht zu machen, von allen gemocht zu werden ist ein Ding der Unmöglichkeit. Besser ist, sich zu fokussieren, sich auf das zu konzentrieren was die eigene Person ausmacht.

Man muss wissen, das ist ein Prozess, das bedeutet es klappt nicht sofort und nicht unter Megadruck.
Man braucht Zeit und Raum um sich auszudehnen und fertig denken zu können. Wenn ständig jemand in das Denken quatscht, und mit „Rat-Schlägen“ um sich schlägt, ist das dem Prozess hinderlich.
Da geht dann nix weiter.
Stillstand.

Es ist vielfach eine neue Erfahrung, wenn ein/e BeraterInnen „nur“ mitschreibt – ohne gleich mit Vor-Schlägen zu trommeln.
Und natürlich wollen wir alle Ergebnisse. Wir wollen nach Plan vorgehen, das gibt ja auch Sicherheit. Wenn wir X machen dann muss doch Y rauskommen.

Nein, muss es nicht, und tut es doch auch nicht immer, oder?

Ich halte es für enorm wichtig offen und neugierig zu bleiben, man muss sich überraschen lassen. Und es erfordert Vertrauen, in den Prozess. Hier sehe ich den größten Wert einer Begleitung. Diese Prozessbegleitung.

Nicht einfach, dieses Vertrauen zu haben, wenn wir Ergebnisse wollen, auch weil Zeit mit Geld gleichgesetzt wird und weil wir strebsam sind, unbedingt weiterkommen wollen und eine Perspektive brauchen.

Hilfreich – für so vieles – ist das Schreiben.
Aufschreiben bedeutet auch etwas sichtbar zu machen. Vorerst empfiehlt es sich, das ohne einschränkende Überlegungen – wie z.B. wie soll das Geld bringen – zu tun:
# alles was man gerne macht
# alles was man gut kann
# wofür man sich ernsthaft interessierst und
# wo überall kann ich das verwirklichen

Erst danach geht es an das Überlegen, in welchen Unternehmen und Berufen diese Stärken/ Kenntnisse gefragt sind und/oder sein könnten.
Jetzt sind konkrete Überlegungen auch von Eltern, FreundInnen, PartnerInnen, Beratern sinnvoll. Jetzt erst ist mehr auch ein mehr. Denn gerade Jugendliche haben wenig Markt- und Branchenkenntnisse.
http://www.watchado.com ist hier sehr hilfreich.


Was noch?

…ist eine gute Frage…
Was noch, ist eine Erweiterung in das gesamte Leben.
Schaffen, ich meine sinnerfüllte Beschäftigung, braucht nicht immer einen Arbeitgeber. Sie erfüllt ohnehin und ist eine Bereicherung, weit über den Arbeitsbereich hinaus – voll in das Leben hinein.

Das ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt und Mut erfordert, denn sehr oft kommen Gedanken wie: Aber, das geht nicht, weil…? Na, wie soll denn das gehen? Wer soll dafür zahlen? Oft machen wir uns selbst enormen Druck, der durch Freunde, Partner, Eltern, Lehrer, etc. verstärkt wird.

Zurück zur Biografie, zum Lebenslauf.
Es ist gerade der Unterschied zu genormten, sehr geradlinigen Lebensläufen das, was die Person ausmacht und ist zudem das, was dieser Person bestimmte Stärken und Kompetenzen verliehen hat.

Das Leben ist ein hervorragender Lehrmeister. Zu beschreiben, was das Leben gelehrt hat, kann den Unterschied deutlich und bedeutsam machen.

Sich zu profilieren, bedeutet auch sich darstellen zu können, erkennbar zu werden, und wenn es Kurven gibt, dann unbedingt mit diesen Ecken und Kanten.
Das zu formulieren, so zu kommunizieren, dass man mit den gewonnenen Kompetenzen erkannt wird, ist wichtig, um sich am Markt zu behaupten. Mit einer „genormten“ Bewerbung, wie sie auf Job-Plattformen hochgeladen werden können, wird man – meiner Einschätzung nach – mit einem nicht der Norm entsprechenden Lebenslauf nur selten erfolgreich sein, denn die digitale Verarbeitung unserer Daten lässt Persönlichkeit kaum noch zu.

Weil es viel leichter ist, wenn man Unterstützung hat, ich begleite Dich gerne ein Stück.

Jedenfalls wünsche ich Dir eine gute Zeit!
Verstelle Dich nicht &

Sei Du selbst, alle anderen gibt es ja schon 😉

(Autor unbekannt)

Herzlichst

Eva